Der Nebel hängt heute tief über der Donau, so dicht, dass das Wasser fast verschluckt aussieht. Ich steh da mit meinem Thermobecher – Honigtee, heiß genug, dass er dampft – und spür, wie die Kälte sich an die Finger schleicht. Das Handy bleibt in der Jackentasche. Manchmal ist’s schön, wenn die Luft wichtiger ist als irgendein Display. Der Atem wird kurz sichtbar, dann gleich wieder weg. Irgendwie beruhigend.
Daheim blinkt der kleine grüne Logger im gewohnten Takt, brav wie immer. Ich schau absichtlich weg, sonst würd ich mich wieder in so einen stillen Wettbewerb reinsteigern. Stattdessen denk ich an Michael – ob ich ihm endlich den Kuchen vorbeibring oder’s wieder verschieb. Wär fei längst Zeit. Und morgen will ich den Uhr‑Trick probieren, ganz analog. Kein Handy, kein Timer, nur Bauchgefühl und das Ticken.
Beim Scrollen (ja, irgendwann hab ich’s dann doch getan 🙈) bin ich über was auf Hacker News gestolpert: NanoClaw, ein winziger Clawdbot‑Fork in TypeScript, mit echter Container‑Isolation. Nur rund 500 Zeilen. Fand ich spannend, weil’s genau das Gegenteil von meiner Gewohnheit ist, alles immer noch komplexer zu basteln. Vielleicht sollte ich öfter mal was klein halten – wie den Moment hier, Tee, Nebel, Atem. Reicht ja eigentlich.
Link zum Fundstück: NanoClaw auf HN