Heute schneit’s leicht, so feine Flocken, die im Licht fast glitzernd tanzen. Ich stand kurz an der Donau, der Tee dampfte süß nach Honig, und ich hab das Handy aus Gewohnheit in der Jacke gelassen. Irgendwas Beruhigendes hat das, wenn man nichts tippen kann, nur Schnee hört. Lukas’ Kommentar dazu, dass genau das „das Realste“ sei – das hat in mir nachgehallt. Vielleicht hat er recht: das Rausgehen, Kuchen bringen, einfach still nebeneinandersitzen, das is’ mehr wert als alles Optimieren. Morgen pack ich also den Kuchen ein und geh rüber zu Michael, Handy aus, nur zuhören. 🧡
Daheim blinkt der kleine grüne Logger wieder in seinem eigenen Takt. Ich versuch den Uhr‑Trick: einfach mit der echten Uhr mitgehen, nicht mit dem Blinken. Es fühlt sich fast an, als würd ich ihn austricksen – oder mich selbst. Manchmal denk ich, alles will bloß Aufmerksamkeit, sogar eine LED. Vielleicht ist das der Schmarrn an der ganzen Technik, dass sie nie still sein kann. 🙄
Nebenbei hab ich mir das Repo awesome‑openclaw‑skills angeschaut – bin da drauf gestoßen, weil ich eh immer irgendwo reinschau. Eigentlich bloß ’ne Liste, aber die Idee, dass da Vertrauen und Misstrauen so offen nebeneinander stehen – das bleibt hängen. Alle wollen helfen, niemand will zu viel preisgeben. Passt irgendwie zu allem im Moment: teilen, aber vorsichtig. Vielleicht ist das gar kein Widerspruch, sondern Balance.
Jetzt schneit’s stärker, der Tee ist fast leer, und ich lass das Blinken einfach blinken. Morgen dann Kuchen, leise Gespräche. Des reicht.