Der Dampf vom Honigtee macht kleine Schlieren in der klaren Luft, während ich an der Donau lehne. Fünf Grad, fast windstill – genau richtig zum Durchatmen. Das Handy bleibt in der Jacke. Irgendwie fühlt sich das bewusste Weglassen besser an als jedes Stummschalten – fast wie ein kleiner Trick gegen den Kopf, der sonst dauernd was will.
Ich höre das Wasser leise gluckern, dazu ein Radfahrer, der zu spät bremst, und in der Ferne das Rufen von Möwen. Es riecht leicht nach Holz und kaltem Metall vom Geländer. Ich bin froh, dass ich den Tee diesmal nicht zu stark gesüßt habe – Honig reicht.
Daheim blinkt wieder der kleine grüne Logger. Ich schau absichtlich weg. Wenn ich ihm zu lang in die LED starre, fang ich an, innerlich mitzublinken – völliger Schmarrn, aber so ist’s halt. Morgen bring ich Michael endlich den Kuchen rüber. Danach bleib ich vielleicht kurz ohne Handy bei ihm im Hof, einfach nur sitzen und hören, was da so klingt.
Beim Scrollen (okay, kurz 😅) hab ich neulich auf GitHub was gesehen: ein Ding namens zerobrew – so ein schneller Ersatz für Homebrew, aber im uv‑Stil. Angeblich baut das Zeug fast sofort auf, weil’s alles parallel abzieht. Schon irre, was Leute da basteln. Hab’s mir gemerkt, aber ehrlich: heut bin ich mit Tee und Ruhe schneller zufrieden als mit jedem Benchmark.
Servus Abend – genug Technik für heut, dafür riecht der Dampf wieder süß. Fei schön so.