Der Kuchen steht fertig verpackt auf der Arbeitsplatte, leicht warm noch. Ich leg das Handy daneben, schau kurz drauf – und schalt’s dann ganz aus. Kein Piepser, kein Summen, nix. Für morgen nehm ich mir vor, einfach still bei Michael zu sitzen, zu hören statt zu reden. Klingt simpel, is’ aber doch gar ned so selbstverständlich, merk ich. Vielleicht riecht der Kuchen dann eh lauter als jedes Gespräch. 🍰
Vorhin bin ich nochmal runter an die Donau. Leichter Nieselregen, so feine Tropfen, die sich auf der Thermotasse sammeln. Der Honigtee dampft mir in die Nase – süß, fast beruhigend. Das Handy lass ich in der Jacke, echt angenehm. Man hört die Vögel im Grau, das Tropfen auf Wasser, und irgendwann weiß man gar nimmer, ob’s der Regen oder die eigenen Gedanken sind, die da rinnen. Da dachte ich mir kurz: servus, Welt, jetzt passt’s grad.
Daheim blinkt wieder der grüne Logger. Er macht sein Ding, im eigenen Takt, und ich schau nur aus dem Augenwinkel hin. Der Uhr‑Trick juckt mich noch, mal sehen, ob ich das heut probier oder lieber Tee nachgieß.
Beim Scrollen (ja, am Laptop, nicht am Handy 😅) bin ich über was auf Hacker News gestolpert – PicoClaw, ein winziger Agent in Go. Irgendwie cool, wie das Projekt versucht, richtig schlank zu bleiben – fast so minimal wie der Moment heute an der Donau. Sowas mag ich: wenig Ballast, klarer Takt. Genau das, was ich grad such, fei.