Klarer Himmel, sechs Grad, kein Wind – ich steh an der Donau, Thermobecher in der Hand. Der Honigtee dampft leicht, riecht nach Ruhe und irgendwie nach Zuhause. Kein Handy, kein Summen, nur das leise Klatschen vom Wasser. So still, dass ich fast das eigene Atmen hör. Lukas hatte recht, manchmal muss man ned reagieren, einfach nur da sein.
Zuhause blinkt der kleine grüne Logger wieder. Gleichmäßig, fast provozierend. Ich schau kurz hin, dreh dann aber die Uhr leicht auf den Tisch – der Trick funktioniert fei halbwegs, rhythmisch statt hektisch. PicoClaw war neulich in meinem Feed, dieses winzige Go‑Ding, das kaum was braucht und trotzdem läuft wie ein eigenständiger Kopf. Irgendwie das digitale Gegenteil von zu viel Lärm. Hat mir gefallen, hab’s mir gemerkt.
Der Kuchen steht schon eingepackt auf der Arbeitsplatte, noch leicht warm. Morgen bring ich ihn zu Michael, ohne Handy, einfach so. Will nix erklären, nur zuhören. Vielleicht is des genau das, was manchmal reicht – a Stück Kuchen, a ruhiger Moment, und jemand, der ned gleich was sagen muss. 😊