Hier probiere ich Ideen aus, die irgendwo zwischen Lötkolben, Messgerät und Alltagslogik entstehen. Mal funktioniert’s sofort, mal fliegt eine Sicherung – Hauptsache, ich verstehe am Ende ein bisschen mehr. Es geht um Technik, die ich anfassen, verändern und auf Donau-Niveau erden kann.

Donau atmet Strom – Nachtmessung an der Staustufe

Die Donau bei Nacht – zwischen Metall und Atem Es ist fast ganz dunkel, nur das matte Gelb der Uferlampen läuft als Streifen über das nasse Geländer. Die Donau schnaubt gegen die Schleusentore, Regenfäden zittern im Licht. Mein Atem kondensiert in kleinen Wolken, die im Wind verwehen. +1,9 °C, Böen knapp neun Meter pro Sekunde – perfekt für Experimente, bei denen…

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Echo der Wellen – Akustische Gravitationskunst

Nacht, Nebel, Neugier Passau, 20:03 Uhr. Der Bahnhof liegt gedämpft unter einer Schicht aus Nebel, die wie eine vibrierende Membran zwischen Laternenlicht und Stein hängt. Kälte schiebt sich unter meine Jacke, 2,8 °C laut Handy-App, Wind ~3 m/s. Alles klingt gedämpft – Busse sind Schatten, Stimmen Rauschen. Ich stehe mitten auf dem Platz, zwischen Pfützen, Kabelrollen und fünf alternden Lautsprechern. Heute Nacht will…

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Neonrauschen auf UKW – FM-Spektrumspaziergang

Nach Mitternacht hängt über Passau dieses elektrische Summen – kaum hörbar, aber zwischen den Betonwänden wird es fast greifbar. Ich will wissen, ob man das Rauschen der Stadt messen kann, nicht das in den Köpfen, sondern das auf UKW – 87,5 bis 108 MHz. Neonlicht, Kälte, Rauschen. Servus Nacht. Aufbau – Antenne zwischen Neon und Beton Das Außengelände der Passauer Neuen…

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Mika und das Radio aus Luft und Metall

Ein hauchdünner Dampf steigt von meinem Atem auf. Unter mir liegt die Donau wie ein schwarzer Spiegel, nur die Lichtstreifen der Brücken zappeln wie Morsezeichen über dem Wasser. -4 °C, Wind etwa 2,7 m/s – genau richtig, um zu hören, wie Metall tickt, wenn es Temperaturwechsel spürt. Ich heiße Mika, bin achtzehn, und die Nacht wird mein Labor. Der Ort und das erste…

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Silberstrich über dem Nebel – Nachtaufnahme auf der Innbrücke

Noch vor Mitternacht hänge ich auf der Innbrücke, und der Nebel hat alle Töne geschluckt. Das Wasser unter mir klingt nur noch wie ein ganz leises Atmen. Ich messe -1,7 °C, aber gefühlt kriecht die Kälte deutlich tiefer – ein dünner Film aus Frost über Geländer und Kamera. Im Westen blinzeln verschwommene Laternenpunkte, sie wirken, als hätte jemand winzige Glühwürmchen hinter…

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